DHL und Deutsche Post AG

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in den Medien sieht und hört man ja immer öfter von den unglaublichen Geschichten über die Zusteller von DHL und der Deutschen Post. Bis vor knapp einem Jahr hätte ich nix auf DHL kommen lassen, oder eben auch die Deutsche Post. ABER……….jajaja. ABER!!!!

Vorweg, ich habe diesen Beruf erlernt. Ich war auch noch Beamtin. Die Auzubis nach mir wurden schon ins Angestellten Verhältnis gedrängt. Ich weiß also was intern abläuft. Aber ich arbeite dort nicht mehr.

Was ist also in den letzten Jahre passiert???
Also früher……..gab es ja noch Stammzusteller. Und Beamte. Wenn einer seinen eigenen Bezirk hatte und den bis zur Rente war das der Jackpot. Ich selbst wurde nach der Ausbildung direkt nach Frankfurt geschickt, war so im Ausbildungsvertrag vereinbart. Da ist man dann Springer. Das heißt wenn einer krank ist, oder frei hat übernimmt man den Bezirk. Natürlich kennt man den oft gar nicht. Ich hatte damals immer ne Straßenkarte dabei, denn meine Straßen lagen oft NICHT direkt zusammen, obwohl man das ja annimmt. Deshalb kam es auch damals schon immer mal zu späteren Zustellungen. Was aber nicht weiter schlimm war.

Heute gibt es zwar auch noch Stammzusteller, aber die sind selten geworden. Denn die Post und auch DHL stellen am liebsten Studenten und Aushilfkräfte ein, die sie nach 1 Jahr wieder entlassen. Kein Scherz. Habe ich die letzten Jahre aufgrund meiner Vorstellungsgespräche und auch der Arbeit dort so erlebt.

Und auch wenn DHL im TV oder Radio immer behauptet größte Ansprüche an das Personal zu haben, ist dem nicht so. Die Kontrolle ist spätestens seit der Weitergabe der Zustellung an Subunternehmen komplett entglitten. Denn da arbeitet mittlerweile alles, was man woanders lieber nicht einstellt. Hauptsache Führungszeugnis stimmt, aber auch das wird nicht unbedingt eingefordert – auch wenn es so scheint -.

Ausgebildet sind diese Leute definitiv nicht. Jedenfalls nicht von DHL oder der Post. Allenfalls – wenn man Glück hat – und direkt beim Unternehmen arbeitet, wird man 1 Woche eingewiesen, dh. mit einem anderen Zusteller auf Tour geschickt um zu sehen wie der Hase läuft.

Wir hatten früher sowohl für die Brief als auch für die Paketzustellung jeweils einen Stammzusteller.
Obendrein haben wir einen Ablagevertrag, weil man ja nicht immer zu Hause sein kann.

Seit einiger Zeit also haben wir wechselnde Brief und Paketzusteller. Erst Studenten und nun sogar bei DHL einen, der nicht mal Deutsch spricht.
Er hat die Pakete vor der Tür abgestellt, Empfänger in diesem Fall meisten der Briefkasten, der auch immer unterschrieben hat. Ich bin so froh, dass mein Briefkasten so intelligent ist!
Lange habe ich Ausschau nach ihm gehalten und dann war es soweit. Ich traf auf den DHL Zusteller.
Ich erkläre ihm also er möge die Pakete nicht vor die Tür legen, da hier mehr als sehr viele Leute rumlaufen und es schnell auch mal weg ist. Das Paket. Er schaut mich an wie ein Huhn wenn es donnert und sagt: in english please. Na gut mein Freund, ich spreche fließend Englisch. Also nochmal.

Er scheint wieder nix zu verstehen. Ich weise noch auf den Ablagevertrag hin und das er das ja in dem Handscanner sehen kann (ja ich weiß das, ja ich habe mit dem Ding gearbeitet), und er schüttelt den Kopf und sagt no, no nix. Seitdem finde ich Pakete überall. Meist unter der Treppe, wo sie auch jeder mitnehmen kann. Bravo!

(klick aufs Bild und es wird groß)

Die Briefzustellerin, momentan eine Dame, machte ihrem Beruf auch keine Ehre. Ständig stopft sie Maxibriefe in den Kasten, ist ja egal das man damit das innere Beschädigt. Sie würde sich sicher freuen, wenn auch ihre Briefpost dermaßen zerfleddert im Kasten landet. Zumindest wünsche ich ihr das.
Das Fass zum überlaufen brachte sie mit einem Einwurf Einschreiben. Ich war zu Hause und konnte sie nämlich beobachten. Erst bei den Nachbarn, dann bei mir, es dauerte lange bis sie beim nächsten Nachbarn war. Hmm. Also runter zum Briefkasten und was sehe ich? Ja genau das Einwurf Einschreiben. Wobei sich der Absender das Extra Porto hätte sparen können. Die Zeit, die sie brauchte um den Brief in(an) den Kasten zu quetschen, hätte sie auch nutzen können um zu klingeln. Ja tatsächlich an unserem Haus gibt es 2 Klingeln. Ja krass! Eventuell weiß sie nicht wie man die bedient, das lernt man in der Ausbildung nicht. Ach so. Ja doch! Aber egaaaaaaaaaaaaaaal! Da wäre sie nicht nur schneller gewesen, sondern auch………..ähm……schneller!!!!!!!!!!!!! Und unzulässig ist diese Art der Zustellung auch, da ein Einwurfeinschreiben vollständig in den Briefkasten eingelegt werden muß. Voll krasser Scheiß!!! Also für mich! Denn auch solche Sendungen kann man gerne und schnell klauen.

 

Was ihr vielleicht noch nicht wisst. Bei DHL gibt es jeden Morgen eine Besprechung mit allen Zustellern. Sofern man denn direkt bei DHL arbeitet und nicht in einem Sub Sub Sub Unternehmen. Da werden auf einem Chartboard alle Pakete aufgelistet. Also vom Vortag. So und so viele wurden zugestellt und so und soviele benachrichtig. Man drängt auf die Einhaltung einer Zustellquote und Benachrichtigte Sendungen soll man vermeiden. Wenn man das nicht tut……….  und das ist ja auch aus dem Scanner erkennbar, gibt es Druck. Und noch mehr Druck. Deshalb tun viele auch mehr als erlaubt ist, um sich der Sendungen zu entledigen. Auf den Balkon werfen, im Treppenhaus abstellen, über die Hoftür werfen oder in den Garten werfen. Unterschrieben hat ja dann der Briefkasten. Oder sonstige anwesende Person und der Zusteller unterschreibt dann selbst.

Ich hatte eine Tour bei der ich die Pakete niemals hätte alle innerhalb von 8 Stunden zustellen können. Ein Hohn! Ich habe um 6 Uhr angefangen – ja bei DHL direkt – und war teilweise um 18 Uhr noch unterwegs. Und warum? weil ich tatsächlich länger als 5 Millisekunden gewartet habe bevor ich an Nachbarn zugestellt habe. Oder den Ablageort beehrt habe. Deshalb und nur deshalb. Manchmal halfen mir Kollegen ……. aber der eine ……..hat schon im Depot aussortiert wer da ist und wer nicht und er war immer zwischen 13-14 Uhr fertig. Er hat auch viel benachrichtigt, aber es wohl als zugestellt abgehakt. Wie so was sein kann, ist mir immer noch ein Rätsel.

Mein letztes Paket übrigens hat mir unser Zusteller zu später Stunde selbst in die Hand gedrückt und was steht online auf der Infoseite über die Sendung? GENAU! der Briefkasten hat sie angenommen. Er hat also vorgweg schon selbst unterschrieben, denn ich musste nix unterschreiben, trotz Paket.

Solche Leute gehören sofort entlassen.

Was muss sich also ändern? Subunternehmen sollten komplett verboten werden, es geht da ja lediglich um Lohndumping nicht um outsourcing. Ist so. Egal in welcher Branche. Der Stundenlohn sollte mindestens 15€/Std. betragen und vor allem sollten auch nur ausgebildete Kräfte eingestellt werden.

Außerdem tut sich DHL bzw die Post kein Gefallen damit, die Preise für den Versand stetig anzuheben. Stattdessen sollte man sie senken, denn dann wird auch mehr verschickt. Glaubt man kaum ist aber so. Und die Vorstände bzw alle Büroaffen die mehr als 2000€ im Monat bekommen und nix weiter tun als Bezirke zu vergrößern, sollten ihre Jobs erst antreten dürfen, wenn sie mindestens 3 Monate für DHL/Post AG gearbeitet haben und zwar in der Zustellung. Und Managergehälter sollten 5000€ im Monat nicht übersteigen. Wer mehr will kann ja in die Politik wechseln, da gibt es außer Gier und Selbstbeweihräucherung ja auch nix. Ganz wie bei DHL – und der Post (Zusteller ausgeschlossen).

#dhl #deutschepost #paket #paketzustellung #briefzustellung #wtf

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3 Kommentare zu “DHL und Deutsche Post AG

  1. Solche „Anfälle“ Pakete sonstwohin zu werfen oder einfach in den Briefkasten zu stopfen, haben bei uns tatsächlich nur DPD, Hermes & Co., weswegen ich Firmen meide, die damit versenden. DHL klappt hier dank eines sehr zuverlässigen Stammpostlers, der seit gut 15 Jahren hier austrägt, (noch) sehr gut. Mir graut vor dem Tag, an dem der Mann aufhört, denn ist er krank oder im Urlaub kann man schon erahnen, was dann los sein wird. FunFact: Der einzige verbeamtete Austräger, der hier ab und zu mal einspringt wenn der Stammpostler nicht da ist, neigt dazu genau das zu machen, was du beschreibst. Als ich mich mal beschwert habe hiess es „Das kann ich dem schon sagen, aber es wird ihm egal sein!“. Will sagen: irgendwelche Aushilfen können dann auch nicht mehr schlimmer sein 😉

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    • ja bisher war das bei mir auch so, das ich nur „die anderen“ als Unzuverlässig einstufte.
      Aber bei DHL reicht es schon, wenn der Zusteller einen anderen Bezirk bekommt, so wie unser alter.
      Die Briefträgerin ist leider gestorben 😦 Beschweren hilft nie direkt bei der Person sondern nur
      bei DHL direkt. Das hab ich schon öfter gemacht, einer kam mir mal doof und meinte es wäre
      nirgends ein Name am Haus, war wohl Blind und hat mich dermaßen beleidigt. Habe mich dann mit
      Fotobeweis (Namen vorhanden) bei DHL beschwert, der Typ war seinen Job los. Also wenn, immer
      DHL via Twitter oder aber diverse online Seiten die das weiterleiten. Viel Glück 🙂

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  2. Problem ist, wenn ich mich bei DHL direkt beschwere, was ich auch schon gemacht habe, trifft’s die Falschen – meist dann unseren Stammpostler, der ja absolut nix dafür kann :(. Ich weiss das, weil er mich danach drauf angesprochen und erzählt hat, dass es einen ordentlichen Anschiss gab. Also regle ich das lieber „intern“. Bisher klappt das auch noch ganz gut. Noch. Wenn der Stammpostler dann irgendwann ganz weg sein sollte ist mir’s auch egal wen meine Beschwerde trifft. Und solange es nicht so schlimm ist wie bei Hermes & Co… :/

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