Pali Lookout

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Heute was von der Insel Oahu – ich hatte ja schon im Bericht vom „Iao Needle“ erwähnt, das es da so einen Ort gibt, der uns nicht geheuer ist. Dieser liegt aber auf der Insel Oahu, wo wir wohnen. Das Iao Needle ist auf Maui, wo wir gerne urlauben *lach*.

Pali map

Historisches, heute mal die lange Version – extra für Inch 🙂

Von Honolulu aus über dan Pali Highway einfach zu erreichen 🙂 Es stehen auch überall Hinweisschilder. Unser ursprüngliches Ziel war „The Valley of the Temple“, und auf dem Weg dorthin kommt man am Pali Lookout vorbei. Bisher sind wir da immer dran vorbei, der Bettwärmer war früher mit der Klasse oft dort (Ausflüge) und dachte ich würde es nicht soo interessant finden. Aber dann hab ich doch dort hingewollt und ich wurde gewarnt. 😉  (Pali = Klippe)

Dort oben – es sind 300,23m wehen nämlich IMMER starke Winde. Weil das so zwischen den Bergen durchgeht. Falls man also einen Hut aufhat, oder ne Brille oder gar eine hübsche Frisur… Alles danach hinüber, oder davongeweht. So stark weht es da.

Jedenfalls kraxelten wir hinauf, …..und ich bekam alles erzählt was es zu wissen gibt. Man kann mittlerweile auch zu Fuß über den Berg kraxeln, nicht nicht seit sehr langer Zeit aber es dauert +/- 7Stunden. Egal. Das wollten wir ja eh nicht.

Wie auch auf Maui war hier King Kamehameha der 1te ordentlich zu Gange. Er hatte ja vor von allen Inseln der King zu werden und so kam es hier 1795  am Pali Tal wiedermal zu einer Schlacht. Es fehlte ihm nämlich nur noch die Insel Oahu. Die Mächtige Armee von Kamehamea landete am Strand von Waikiki und marschierte zum Nuuau Tal und kämpfte dort gegen jede Menge Gegner. Die waren aber nicht stark genug um sich Kamehamehas Armee entgegenzustellen, denn er hatte schon Musketen, während die Verteidiger nur über einfache Waffen verfügten. Einige flohen rauf in die Berge und sprangen von dort über die Klippen ins Tal. Denn so oder so wären sie ja gestorben. Wieviel Krieger genau starben ist nicht wirklich geklärt. Diejenigen die Kamehameha gefangne nahm wurden über die Klippe ins Jenseits befördert.

1897 fand man im Rahmen von Straßenbauarbeiten über 800 Totenschädel und viele menschliche Knochen. Man geht davon aus das es sich dabei um die Toten der Schlacht handelt. Der damalige König der Insel Kalanikupule wurde ein paar Monate nach der Schlacht dem Kriegsgott „Ku“ geopfert.

Mythologie gibt es auch jede Menge. So ist es zb. bei den Hawaiianern die sich mit all diesen Geschichten auskennen, wichtig, das man auf der Reise durch die Tunnel von Westen nach Osten, spezielle hier auf der Pali Road kein Schweinefleisch mitnimmt. Denn die Mythologie sagt, das sich die Kriegsgötting Pele und Kamapua’a sich nicht so ganz gut verstehen (andere Geschichten erzählen das sie sich liebten) ach wer weiß, jedenfalls bringt es Unglück auf dieser Strecke Schweinefleisch mit sich zu nehmen. Dieser Kamapua’a war nämlich halb Mensch und ein bißchen Schwein (Schweinekopf).  Und laut der Mythologie mag es Pele nicht wenn man sich auf ihrer Seite (der feuchten Seite des Berges mit eben diesem Fleisch blicken lässt. Kamapua’a gehört die trockene Bergseite. Autounfälle sind keine Seltenheit. Auch sehr oft zu sehen, das Leute, bevor sie durch den Tunnel auf die andere Seite fahren, ihr Sandwich aus dem Fenster werfen.

Die andere Geschichte die über diesen Lookout erzählt wird, ist, das sich hier nachts und in den frühen Morgenstunden gruseliges ereignet. Es gibt die „Night marchers of Pali“. Und das ist nicht nur so’ne Story, das haben viele schon erlebt. Deshalb warnt man auch davor diesen Ort nachts bzw morgens früh zu besuchen. Die night marchers verteidigen nämlich noch immer ihr Revier – so scheint es. Erst vernimmt man Trommeln – so ein boom boom boom und wenn man noch den Mut hat dort zu bleiben, sieht man Soldaten marschieren. Spätestens jetzt sollte man ganz schnell die Flucht ergreifen. Denn jeder der sich dort aufhält, wird als Feind gesehen. Falls es zu spät ist zum flüchten, sollten sie sich auf die Knie werfen, sich verneigen und einfach nichts weiter tun. Still sein, Klappe halten. Und auf keinen Falls ist das lustig. Denn es sind schon Leute umgekommen. Die meisten sind erstickt. Denn es ist keinem nicht Hawaiianer erlaubt, zu stehen oder zu laufen während die Krieger an dir vorbeimarschieren. Manchmal sind es auch nur weiße Gestalten die sich die Klippe runterstürzen. Echt gruselig. Deshaaaalb gehen wir nicht hin!

Der Bettwärmer war schon mal dort, NACHTS! als verrückter Teenager und das erzählte er mir ausgerechnet nachts im Bett. Ob er was gesehen hat? Ja. Hat er was gehört? Ja. Er hat diese Armee gesehen, sagt er, die Krieger hätten keine Beine gehabt und krass böse ausgesehen, also sind er und seine Kumpels so schnell es ging wieder runter zum Parkplatz ins Auto und ab nach Hause. Er macht darüber keine Scherze, er sagt es gibt vieles was wir halt nicht verstehen, wer es nicht glaubt, kann ja selbst hingehen. 🙂

Apropo Schweinefleisch und verärgerte Geister. In Hawaii sagt man, solle man sich an solchen Orten ein frisches grünes „Ti Blatt“, Bambus, oder Lele Bananen Blatt unter den Füße anbringen, das hält die bösen Geister fern. (nur so als Hinweis am Rande)

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Iao Valley

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und ein bißchen Kihei 🙂

Endlich habe ich die Zeit gefunden und meine 3972,3 Fotos sortiert und Blogfein gemacht. *klick-klick-verkleiner-vergrößer-staub-abwisch* 🙂

Wir waren ja 1 Woche auf Maui – zum erholen – und weil wir so wenig schwimmen konnten (durften) wegen der Fischlein (Tigerhaie) sind wir viel rumgewandert und haben Orte besichtigt. Iao Valley ist bekannt wegen dem großen Berg, dem Iao Needle der 365m hoch ist. Vom Parkplatz aus muß man gaaaanz schön viele Treppen hochsteigen bis man endlich auf der schönsten und höchsten Aussichtsplattform angelangt ist.

Früher – also ganz ganz früher, 1400 – 1500 usw wurde das Tal und der Berg von den Königen genutzt. Die haben sich da wohl auch mal zurückgezogen. Es heißt auch das dort einige Könige begraben liegen sollen, aber ich bin mir nicht sicher ob ja, und wenn – welche. Fest steht aber das spätere Könige diesen Ort als „Aussichtspunkt“ genutzt haben, man weiß ja nie welcher Feind die Insel betritt. King Kamehameha der 1te wollte alle Inseln vereinen und direkt im Valley gab es dann 1790 eine Schlacht mit der Armee von Maui. Jede Insel hatte einen eigenen König und da gab es wohl öfter Schlachten.  Ich habe dem ganzen zwar brav zugehört, aber die ganzen Namen der Könige und Anzahl der Krieger + Tote und was mit den Gefangenen geschah… zuviel Information in zu kurzer Zeit *bunny-tilt*  Der Boss von Maui „Kalelola“ hatte sich wohl nach Lahaina gerettet und dem Kamehameha seine 11 jährige Enkelin als „Ehefrau“ angeboten. Was ich noch behalten habe, ist das man Kriegsgefangene gerne auf einen hohen Berg geführt hat und sie ins Tal „geschubst“ hat. jaja. Sehr nett diese alten Hawaiianer. 😉 An so einem Aussichtspunkt (Bericht folgt) waren wir auch, aber da wurde mir übel. Nicht wegen der Höhe, manchmal krieg ich Gänsehaut und Übelkeit an Orten wo anscheindend noch viele „Seelen“ rumspuken. Vor allem ……wurde uns an dem Lookout gesagt, das man manchmal noch (nachts) dort „Geister“ sehen und hören kann. Und das haben viele, viele tausend lebenden Menschen bestätigt. Garantiert kein Ort den ich nachts besuchen werde! *ghost-buster-staubsauger-einpack*

Direkt nebem dem Tal im Iao Valley gibt es noch die „Heritage Gardens“. Ein klitzekleines open Air Museum, in dem ein paar Hütten nach original hawaiianischer Tradition gebaut wurden. Man kann etwas über die Traditionen lernen und auch über Tarot (Wasserpflanze) – das zu „Poi“ verarbeitet wird. Das war früher Grundnahrungsmittel der Hawaiianer. Dazu nimmt man die Knolle der Pflanze kocht oder backt sie, und dann wird sie zerstampft. Immer wieder ein bißchen Wasser dazu und dann kann man das zu sämtlichen Gerichten essen – SOFERN es schmeckt. Es schmeckt je nach Lagerzeit etwas süß oder etwas säuerlich so wie mit Apfel vermengt. Komisch eben, so ungewohnt, auch farblich …es ist lila. Aber es spendet gut Energie *rumhoppel*

So. Das war eine kurze Exkursion über Maui, weil du so brav bis hierher durchgehalten hast, darfst du dir auch noch die Strandbilder vom „Abend“ anschauen. Und wer gegen das trübe Mistwetter in Doitschland ein echt tolles Strandbild braucht, der melde sich hier beim Häschen, ich bin so gnädig und versorge meine leidenden Hasenliebhaber mit guten Sonnenbildern. Nicht das ihr vergesst wie die Sonne aussieht! 😀 ALOOOOOOOHAAA!!!

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